.

Eine wunderbare Woche - ohne Handy

Erlebnistage 2014

Die erlebnispädagogische Fahrt der 8. Klassen nach Hohegeiß (Harz) war geprägt von viel Naturerfahrung, Spiel und Anstrengung. Ob wir die eigenen Grenzen beim Klettern erlebt oder die Ängste besiegt haben, ob wir beim Spiel unsere Kleidung so richtig eingesaut haben, ob wir über das Wetter geflucht oder gejubelt haben, ob wir bei der Kissenschlacht vor Übermut außer uns oder am Lagerfeuer nach der Nachtwanderung besinnlich bei uns selbst waren: Diese Woche werden alle Beteiligten sicher nicht vergessen.

Erlebnistage 2014In der Klasse 8a haben sich alle (!) Schülerinnen und Schüler an die Verabredung gehalten, Handys, mp3-Player & Co. zu Hause zu lassen. Das ist umso erfreulicher und erstaunlicher, als viele vorab skeptisch waren, ob das überhaupt klappen kann. In der Abschlussreflexion haben sich viele positiv dazu geäußert - niemand hat das Handy in dieser Woche wirklich vermisst. Und viele Aktivitäten und Gespräche hätten ganz anders ausgesehen, wenn wir diesen Entschluss nicht gefasst hätten. Also ist das Experiment unbedingt zur Nachahmung zu empfehlen.

 

Noch am Ankunftstag haben wir bei Flutlicht im abendlichen Wald Kistenklettern gemacht. Egal, wie hoch du kommst, bis der Turm eingestürzt ist: Du wächst im Wortsinne über dich hinaus. Zwei oder drei Schülerinnen haben es sogar geschafft, sich auf den Turm zu stellen, nachdem alle gebrauchfähigen Wasserkisten verbraucht waren, dort die Arme auszubreiten und das Titanic-Titellied zu singen (außer Aylin, die auf Wunsch von Herrn Schneemann auf der obersten Kiste "Highway to hell" intoniert hat).

 

Am Dienstag haben wir den Tag wieder draußen verbracht, mit Geocache (auf der Suche nach Pizzazutaten), Turmklettern und Bauprojekten im Wald. Die eigentlich für den Mittwoch geplante Schluchtüberquerung haben wir nach dem ersten Blick aus dem Fenster spontan auf Donnerstag verschoben. Stattdessen ging es auf dem waldigen Gelände rund ums Haus beim Spiel "Capture the Flag"  darum, dem jeweils gegnerischen Team die Flagge zu klauen. Dabei sind wir nass geworden und dreckig, und es war kalt und windig. Und es war schön. An dieser Stelle noch einmal "Hut ab" für die Klasse 8c, die ausgerechnet an diesem Tag den Achtermann bestiegen hat und oben sogar noch in den Schnee geraten ist. Bei der Nachtwanderung war es dann schonErlebnistage 2014 viel wärmer als tagsüber.

 

Der blaue Himmel mit Sonnenschein und Schäfchenwölkchen am Folgetag hat uns voll und ganz entschädigt. Zum Klettern an einer mit Strickleitern, Tauen und Reifen versehenen ca. 18 m hohen Seilvorrichtung zwischen zwei Fichten ging es zu Fuß nach Zorge. Am späten Nachmittag hat eine Gruppe Unerschrockener dann noch eine Schluchtüberquerung gemacht und ist nach Einbruch der Dunkelheit aufgebrochen, hat sich blind dem großartigen Teamer anvertraut und ist erst um 21.30 Uhr am Haus angekommen. Zum Empfang brutzelte das Essen auf dem Grill und das Lagerfeuer aus morgens selbst gesammeltem Holz brannte. Genau die richtige Stimmung, um einer großartige Woche ausklingen zu lassen.