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24 Tage kreuz und quer durch China - 15. Januar 2010

Für über 150 Schüler, Kollegen und „normale“ Hannoveraner gab es am Freitag, den 15. Januar 2010, einen denkwürdigen Wochenabschluss: Constanze Krohne präsentierte eine Multimediashow über eine 24-tägige Chinareise einer kleinen Reisegruppe, die von Frau Aihua Cao organisiert wurde.

 

Es stimmte einfach alles: die in diesen kalten und schneematschigen Tagen gut beheizte Aula – dem Hausmeister Bassen sei gedankt – mit den schön arrangierten Tischen, auf denen auch Rotweingläser Platz hatten, das professionelle technische Equipment für die Powerpoint-Präsentation und eine „doppelte Software“ – die im PC und die in Constanze Krohnes Kopf!

 

Dabei kennen wir Constanze ja schon längst mit den spannenden Reiseberichten „Yukon und Alsaka“ (2004), „Atlantikkanada“ (2005), „Südwest- USA“ (2006) und „Shanghai süß-sauer“ (2007), die, nacheinander betrachtet, gar keine Steigerung aufweisen, sondern nebeneinander Hochgebirgsgipfel darstellen.


Nun also ein neuer Gipfel: China zum Zweiten! Aber diesmal weniger durch Schüleraustauschprogramm eingeengt, dafür mit erweitertem Feinblick und weniger erschrocken über die ungeheuere Dynamik und erdrückende Mannigfaltigkeit in Shanghai.

 

Constanze Krohne richtete ihren motivsicheren Blick reisebedingt über Shanghai hinaus auf die alte Hauptstadt Xi’an (Terrakotta-Armee) auf uns weitgehend unbekannte Millionenstädte wie Chongqing, Yangtse, Guilin bis in die ehemalige Kronkolonie Hongkong und in die ehemals portugiesische Sonderverwaltungszone Macao, konnte aber diesmal ihre Kamera auch auf winzige Details wie die Dachreiter von Pagoden oder einen kleinen Papierstreifen als Sonnenschutz auf der Halbglatze eines Teilnehmers richten.

 

Diese Fülle war erträglich durch eine bewährte Gliederung des Vortrags in überschaubare Kapitel, die Constanze Krohne locker und amüsant einleitete. Neben dem Erfreulichen, dem Schönen (delectare), kam auch das Nützliche und Belehrende (prodesse) nicht zu kurz: Constanze lieferte ein geradezu klassisches „Pro“ und „Contra“ zum Drei-Schluchten-Staudamm am Yangtse-Fluss und umging auch nicht das Massaker an demonstrierenden Studenten im Juni 1989 ausgerechnet auf dem „Platz des Himmlischen Friedens“ in Peking.

 

Haften bleiben romantische Ansichten der weltberühmten Karst-Kegelberge von Guilin bei der Flussfahrt auf dem Fluss Li, die ausdrucksstarken und digital unbearbeiteten Fotos in Hongkong und Macao..., alles mit stimmungsvoller Musik unterlegt.

 

Am Ende waren zwei Stunden eine angenehme Kurzweil, die den nicht enden wollenden Beifall verdient hatte!
Die rhetorische Frage von Herrn Bredthauer an Constanze Krohne, „ob es denen wohl gefallen habe“, löste erneut reichen Beifall aus. Zum Dank gab es einen Bonsai für Constanze Krohne. Beifall zum Dritten, alles verdient!

Wieland Haak

 

P.S.: Dem Schreiber ist es eine große Genugtuung, dass das Kulturforum der Goetheschule mit einer solch geglückten Veranstaltung fortlebt.