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Prima Klima zum Abschluss der Projektwoche

So abwechslungsreich wie das Wetter während der Projektwoche gestaltete sich auch die Abschluss-Präsentation. Im Rahmen eines Aktionstages unter dem Motto „Prima Klima in Herrenhausen-Stöcken“ mit dem Schulverbund wurden die Ergebnisse entlang der Eichsfelder Straße gezeigt.

 

Am Morgen des Aktionstages schauten die ersten Aktiven immer wieder auf die drohenden Wolken oder die Wetter-App: Hält sich das Wetter auch? Können wir den Aufbau draußen riskieren? Die IGS Stöcken ließ tatkräftig entlang der Eichsfelder Straße eine lange Flaniermeile entstehen, an der die Schulen des Schulverbundes und zahlreiche Partner die Ergebnisse ihrer Projektwoche präsentierten.

Nach dem morgendlichen Aufbau der Stände trafen sich die etwa 2500 Schüler des Schulverbundes auf dem großen Hof der IGS. Als Schulleiter und Hausherr Philipp Ruppert um 10:00 Uhr zum Mikrofon griff, um die Anwesenden zu begrüßen, konnten sich alle über die Sonnenstrahlen freuen, die doch noch den Weg fanden. Umweltminister Stefan Wenzel, der Schirmherr des Aktionstages „Prima Klima in Herrenhausen-Stöcken“, sprach im Anschluss zu den Schülern, Gästen und Lehrern. Er erinnerte nachdrücklich an die Ziele der Weltklimakonferenz, die nur durch gemeinschaftliches, europäisches Vorgehen erreicht werden könnten, und lobte die Schüler für ihr Engagement. Frank Wawrzyniak, der Leiter des Schulverbundes, hob hervor, dass „Prima Klima…“ das aktive Handeln jedes Einzelnen erfordere und dankte allen Beteiligten für ihr Mitwirken. Dem schlossen sich bei ihren Reden Bürgermeisterin Regine Kramarek und Bezirksbürgermeisterin Regine Bittorf an. Die gelungene musikalische Begleitung der Eröffnungsveranstaltung durch die Big Band der Goetheschule wurde dabei von allen Rednern hervorgehoben.

 

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Stefan Wenzel, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, eröffnet

 

Im Anschluss musste der Umweltminister noch zeigen, dass er auch „zupacken“ kann. Gemeinsam mit  Vertretern von VW Nutzfahrzeuge, Thomas Zwiebler, Betriebsratsvorsitzender, Rolf Ohliger, Umweltbeauftragter am Standort Hannover und Ulrike Anders, Referentin des Betriebsrates, fand im Rahmen der „Plant for the Planet“-Initiative eine Baumpflanzung auf dem Hof der IGS statt. Die Pflanzung bildete für zahlreiche Schüler des Schulverbundes den Abschluss eines besonderen Projekts: Sie wurden unter der Regie von VWN zu Klimabotschaftern der Initiative ausgebildet.

 

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Der Baum für die IGS Stöcken ist gepflanzt

 

Danach herrschte reger Andrang vor den Tischen und Stellwänden auf der Eichsfelder Straße, wo außer der Goetheschule auch noch die Grundschulen am Stöckener Bach, Entenfang, Fuhsestraße, Marienwerder, Vinnhorst, Wendlandstraße, die Wilhelm-Schade-Schule, der Stadtteilladen, Das JugendSportNetzwerk, das Schulbiologiezentrum, das Polizeikommissariat, die Johanniter-Unfallhilfe, VW Nutzfahrzeuge, die Einbürgerungslotsen und das Sanierungsmanagement und Agenda-21-Büro vertreten waren. Die IGS Stöcken präsentierte sich auf ihrem eigenen Schulgelände und zeigte sich als kompetenter Ausrichter dieser Veranstaltung des Schulverbundes Herrenhausen-Stöcken, einer Kooperation der Schulen des Stadtgebietes. In seinen über 20 Jahren hat der Schulverbund neben einer regelmäßigen Zusammenarbeit schon zahlreiche gemeinsame Aktionen umgesetzt, unter anderem das Jubiläumsfest 2015 in den Herrenhäuser Gärten.

 

Das Spektrum der Projekte war weit aufgefächert und für jedes Talent und jede Neigung ein Angebot dabei: Umweltsensorik, Wärmedämmung, Energieversorgung standen neben Upcycling, Selber-machen, Biokosmetik herstellen. Bewegungsprojekte wie Spiele ohne Strom, Geocaching, Orientierungslauf wechselten sich mit kritischen oder sogar künstlerischen Auseinandersetzungen zu Umweltthemen (Foodprint, Plastikmüll, StreetArt, Klima und Kunst) ab. Schulleiter Michael Schneemann zeigte sich sehr zufrieden mit den Projekten und ihren Ergebnissen und ließ sich an den Ständen die Ideen und Dokumentationen erklären. Lust und Interesse der Akteure waren deutlich spürbar.

 

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Beim Aktionstag war für jeden etwas dabei

 

Dabei wurde in der Goetheschule dem Termin für die Projektwoche zunächst mit etwas Unruhe entgegengesehen. Der Umzug der Schule in den Sommerferien lag gerade hinter Schülern und Lehrern, der Alltag hatte erst wenig Routine entwickelt und technische Herausforderungen hielten alle auf Trab. Dass es trotz dieser Unwägbarkeiten am Ende so eine spannende und gelungene Woche wurde, mit einem beeindruckenden Abschluss im Schulverbund, ist der gemeinsamen Arbeit aller Akteure zu verdanken – nicht zuletzt unseren Schülern! Wir danken allen Beteiligten!

 

Text: Kerstin Dammann-Rehab

Fotos: Christian Podszus