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Auftaktveranstaltung des DaZNet Hannover III in der Goetheschule


Mit insgesamt 12 Schulen aus Hannover und Umgebung feierte am Donnerstag, 25.04.2013 die Goetheschule den Auftakt des Projektes DaZNet Hannover III (=Netzwerk für Deutsch als Zweit- und Bildungssprache, Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz). Mehr als 50 Gäste, darunter Vertreter der teilnehmenden Schulen und Partner aus den Kommunen, verfolgten die Veranstaltung in der Aula der Goetheschule am Herrenhäuser Markt. Das Ziel des Projektes, ein höherer Bildungserfolg vor allem für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache, wird von den Schulen besonders in den Blick genommen und durch das DaZNet-Projekt unterstützt. Die Goetheschule macht sich auf den Weg.

 

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Trotz des schönen Wetters waren neben den teilnehmenden Schulen auch zahlreiche geladene Gäste erschienen. Nach einer stilvollen Einstimmung durch das Klassenorchester der 9a unter der Leitung von Dieter Weiß begrüßte Schulleiter Wilhelm Bredthauer, an diesem Tag Gastgeber für das DaZNet, die Versammelten. In seinem Grußwort betonte er, dass sich die Goetheschule für die Chancengerechtigkeit einsetze und jedem Kind die Möglichkeit bieten wolle, für das sprachlich anspruchsvolle Abitur gerüstet zu sein.
Einen besonderen Schwerpunkt setzte danach die Projektleiterin und Initiatorin Claudia Schanz vom Kultusministerium mit ihrem Einführungsreferat „Teilhabe und Bildungserfolg in einem starken Bildungsnetzwerk“. Sie betonte, dass derzeit etwa ein Drittel der in Hannover geborenen Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund stammen und begrüßte, dass sich die anwesenden Schulen dieser Veränderung besonders annehmen wollen. Jede teilnehmende Schule entsendet ein oder zwei Lehrkräfte zu regelmäßigen Fortbildungen und Workshops, die im Rahmen des DaZNet vom DaZNet Team Hannover III angeboten werden. Den Gedanken des bildungssprachlichen Netzwerks stellte auch die DaZNet-Koordinatorin Hannelore Müller vom NLQ (Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung) in ihrem Vortrag in den Mittelpunkt. Ein kurzes Handpuppenspiel von Sabine Schroeder-Zobel, Sprachlernkoordinatorin, und eine knappe Hinführung zum Begriff „Bildungssprache“ von DaZNet-Moderatorin Karola Penz zeigten dann Beispiele aus dem schulischen Alltag. Danach präsentierten sich die Lehrkräfte der teilnehmenden Schulen in ihrer neuen Rolle als Sprachlernkoordinatoren mit ihren Wünschen und Zielen. Für die Goetheschule wird Regina Scholz als Sprachlernkoordinatorin am Projekt teilnehmen. Der Festakt wurde nach einem erneuten Auftritt des Klassenorchesters der 9a beendet und klang mit einer ersten Gelegenheit zum Kennenlernen und „netzwerken“ gegen 19:30 aus.

 

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Alle Schulformen sind in dieser dritten Phase vertreten. Es sind aus Hannover die Grundschule Fuhsestraße, das Gymnasium Goetheschule, die Anna-Siemsen-Schule (BBS7), Die IGS Kronsberg und die IGS Mühlenberg. Aus Seelze nehmen die Gebrüder-Grimm-Schule und die Regenbogenschule teil, aus Garbsen sind es die Grundschulen Osterberg, Saturnring und die Hauptschule Nikolaus Kopernikus.  Aus Wunstorf kommt die Förderschule Fröbelschule hinzu und aus Nienburg die Grund- und Förderschule Alpheideschule. Da so verschiedene Schulformen eingebunden sind, können die unterschiedlichen Erfahrung fruchtbar gemacht werden, zum Beispiel um den Übergang von einer Schulform zur nächsten besser zu gestalten. Das Projekt wird die Schulen in den nächsten zwei Jahren begleiten und danach in eine Verstetigung übergehen.


Kerstin Dammann-Rehab, DaZNetIII-Moderatorin