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Abstieg in die Unterwelt - Die Katakomben von Paris

Die ehemaligen Steinbrüche unter Paris, werden als Katakomben bezeichnet. Ein Teil wurde als unterirdisches Beinhaus benutzt, welches gegen 1785 aufgrund der Schließung vieler Friedhöfe angelegt wurde. Die Katakomben befinden sich im 14. Arrondissement auf dem linken Seineufer. Circa 6 Millionen Gebeine wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts dorthin überführt.

Der Untergrund von Paris lieferte Steine, Gips und Ton zum Bau der Stadt. Ein unterirdisches Stollennetz mit einer Länge von 300km bildete sich unter fast allen Pariser Stadtbezirken, sowie Nebengänge mit Längen bis zu 100km.Katakomben

Aufgrund von Straßenzügen die eingebrochen sind wegen mangelnder Sicherung der Hohlräume beim Abbau des Kalksteins, wurden die Steinbrüche geschlossen und als Beinhaus genutzt.

Im 18. Jahrhundert ergaben sich aufgrund von wachsender Bevölkerung Probleme, wie Säuchen und Hungersnöte, die zur Überfüllung der Pariser Friedhöfe führten. Darauffolgend verkürzten sich die Ruhezeiten der Verstorbenen, weil Platz für neue Tote geschafft werden musste. Hinzukommt, dass die Leichen nur halb verwest waren und dies führte zu schwerwiegenden Hygienischen Zuständen.

Angeblich erstickten im Jahre 1779 mehrere Bewohner am Gestank von benachbarten Friedhöfen.

KatakombenSchädel und Knochen wurden dekorativ aufgeschichtet und Gedenktafeln kennzeichneten die Herkunftsfriedhöfe.

Ein ca. zwei Kilometer langer Gang ist heutzutage für Besucher verfügbar.

Das Wort Cataphiles bezeichnet eine Subkulturszene, die die Katakomben illegal erforscht.

Hobbyforscher beschäftigen sich mit den heute noch nicht vollständig erforschten unterirdischen Anlagen. Eine andere Gruppe der Cataphiles nutzt die Katakomben für illegale Konzerte, Partys und schwarze Messen. Die folgen dieser illegalen Nutzung führte zu erheblichen Beschädigungen und Schändungen der noch erhaltenswerten Anlagen.