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Zeitreise in die Vergangenheit unserer Erde


Wir, circa 30 Schülerinnen und Schüler der Geographie-AG und der Klasse 5b trafen sich am Samstag, den 25. Juni 2011, zu einer Zeitreise in die Erdgeschichte in einer Kalkmergelgrube der Fa. HeidelbergCement in Misburg.

 

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Da in der Zeit, in die wir reisen wollten, die Gegend in und um Misburg vom Meer bedeckt war, mussten wir uns mit entsprechender Kleidung ausstatten: vor allem Gummistiefel, einige Zeitreisende trugen Brillen. Sogar Helme wurden vereinzelt gesichtet. Entdeckt werden sollten Tiere, die vor 70 bis 80 Millionen Jahren in flachen Meeresbuchten in unserer Region lebten. Einige von ihnen tragen so merkwürdige Namen wie  Ammoniten oder Belemniten, andere klingen vertrauter, Seeigel, Seesterne, Muscheln, Schwämme oder Korallen.

 

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Uns war bekannt, dass diese Tiere sehr menschenscheu sind - als sie lebten, gab ja uns noch gar nicht - , und so hatten sie sich gut im Kalkschlamm des damaligen Meeres versteckt. Aber nicht gut genug für Goetheschüler. Mit Geologenhämmern,  Schaufeln und schrillen Rufen (an der Goetheschule nennt man das „Goethöse“) wurden die Tierchen in ihren Verstecken im Kalkschlamm aufgespürt und unbarmherzig in die Sammeltüten geworfen. Dass dabei einige der Zeitreisenden vom Kalkschlamm geradezu durchtränkt wurden, war leider nicht zu vermeiden. Die mitreisenden Eltern und Lehrkräfte nahmen die innere „Verkalkung“ ihrer Fahrzeuge gelassen - zumindest taten sie so.

 

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Einige von uns mochten gar nicht mehr aus der Kreidezeit in die Gegenwart zurückkehren: „Wieso? Wir sind doch gerade erst angekommen!“ Aber als erfahrene Zeitreisende wissen wir: Man darf nichts in der Vergangenheit zurücklassen, auch nicht sich selbst, sonst verändert man die Gegenwart.
Zum Schluss möchten wir uns bei den Eltern und Herrn Klaus Schreiber von der der Firma HeidelbergCement bedanken, dass sie uns die Zeitreise ermöglicht haben.


Geographie-AG, Klasse 5b, S. Menkens, W. Schedlinsky