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Klasse 10a besucht Gedenkkonzert in der Markuskirche

 

 

Am 11. November fand im Rahmen der Reihe "Herbsttage der Jüdischen Musik" in der Markuskirche ein Gedenkkonzert zum 70. Jahrestag der Reichsprogromnacht 1938 statt. Die Klasse 10a besuchte im Rahmen des Musikunterrichts zusammen mit ihrem Musiklehrer, Herrn Jongebloed, dieses Konzert. Die Messiaskantorei unter der Leitung von Guido Mürmann (einem ehemaligen Referendaren der Goetheschule) hatte zusammen mit dem Nomos-Quartett, den Bielefelder Philharmonikern und zwei weiteren Chören aus Italien und Kanada ein kontrastreiches Programm vorbereitet, das aus drei verschiedenen Teilen bestand.

Klasse 10a bei Gedenkkonzert Es fing an mit einer Psalmensymphonie von Igor Stranwinski (1882-1971). Entstanden ist diese eigentlich 1929 anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Boston Symphony Orchestra. Damals hatte der Chefdirigent Sergej Kusewitzky Strawinsky um eine populäre Symphonie gebeten. Da dieser schon lange vorhatte ein solches Werk zu schreiben und er der Auffassung war, "nichts sei populärer als die Psalmen", fing er an, diese Psalmensymphonie zu komponieren. Es entstand ein Werk, das sowohl Orchester als auch Chor und Solostimme mit einschließt.

Der nächste Programmpunkt war das Werk "Different Trains" von Steve Reich (geb. 1936). Dies ist ein Stück für Streicherquartett sowie Tonband, welches aus drei Teilen besteht 1."America - Before the War", 2. "Europe - During the War" und 3. "After the War". Steve Reich, selbst ein Jude, stellt mit dieser Musik die unterschiedlichen Züge dar, die zur Zeit des 2. Weltkrieges in den USA und in Europa gefahren sind. "Hätte ich statt in den USA in Europa gelebt, hätte man auch mich in einem der Transportzüge der Reichsbahn deportiert." - Steve Reich in einem späterem Interview.

Abgeschlossen wurde das Konzert durch das Werk "Chichester Psalms" von Leonard Bernstein (1918-1990), welches er 1969 für Chor, Solo  und Orchester komponierte.

Als Gesamtbild betrachtet hat mir das Konzert sehr gefallen, wobei mich besonders der Soloteil des letzten Stückes beeindruckt hat. Ich würde sagen, dass auf diesem Konzert Musik gespielt wurde, die auf den Zuhörer emotional wirken sollte. Man musste jederzeit konzentriert zuhören, aber irgendwann waren es zu viele Informationen auf einmal. Sehr hilfreich war die Vorbereitung des Konzerts, bei der wir mit Herrn Mürmann als Gast in unserem Unterricht verschiedene Ansätze eines Gedenkkonzerts diskutieren konnten. Zukünftig werden wir mit dieser neuen Erfahrung eigene Konzepte für Konzerte erstellen.

Marlene Albert, 10a