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Internationale Solisten hautnah

Ganz nah dran am professionellen Musikbetrieb waren die Schüler der Klasse 9b, als am 8. Dezember 2014 zwei Gäste in ihrem Klassenzimmer standen. Violinistin Karen Gomyo und Cellist Christian Poltéra, die im 3. Sinfoniekonzert in der Oper mitwirken, statteten der Musikklasse zwei internationale Solisten einen Besuch ab.

 

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Beide haben internationales Renommee und können diverse Plattenaufnahmen vorweisen. Im Klassenzimmer sind sie jedoch ganz nahbar und antworten geduldig auf die vielen Fragen der im besten Sinne neugierigen Schüler. Natürlich gibt es auch eine fachkundige Einführung in einige Passagen des Konzerts, die natürlich live vorgespielt werden. Abschließend gibt es noch ein Stück für Geige und Cello, bei dem die beiden sympathischen Profis ihre ganze Virtuosität eindrucksvoll beweisen. Die Schüler, die alle selbst ein Instrument erlernen, sind ein fachkundiges Publikum und bedanken sich mit anhaltendem Applaus. Dass die gemeinsamen eineinhalb Stunden aber auch den ehrenamtlich besuchenden Künstlern gefallen haben, kann man auf der Facebook-Seite von Karen Gomyo nachlesen.

 

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Vor dem Zusammentreffen auf heimischem Terrain hatten die Musikzweigschüler im Rahmen der „Konzertwerkstatt“ des Staatstheaters die Hauptprobe im Opernhaus besucht und dabei die beiden Profimusiker bei der Arbeit mit Generalmusikdirektorin Karen Kamensek und dem Niedersächsischen Staatsorchester erlebt. Die Schüler konnten einen ersten Blick werfen auf die weit gereisten Künstler: Die in New York lebende Karen Gomyo ist französisch-japanischer Herkunft, wurde in Tokyo geboren und wuchs in Kanada auf, was sie zur internationalen Künstlerin par excellence macht. Ihr musikalischer Partner in Johannes Brahms‘ Doppelkonzert und auch beim Besuch in der Goetheschule ist der Schweizer Cellist Christian Poltéra.
Am Abend konnte die 9b dann im Opernhaus das perfekte Zusammenspiel bewundern und staunte, dass – wie ein Schüler es stellvertretend sagte – die Solisten auf der Bühne „viel ernster“ gewesen seien als in der Schule. Der Dank für die Gelegenheit zu diesem Vergleich und vielen weiteren Erkenntnissen gebührt der Künstlerinitiative „Rhapsody in School“, die den Besuch der Musiker ermöglichte, und dem Projekt „Konzertwerkstatt“ des Staatstheaters. Die Tatsache, dass ein Künstlerbesuch in der Schule das erste Mal Bestandteil der „Konzertwerkstatt“ war, führte sogar zu einem Bericht in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.

Text und Bilder: Kai Kämmerer

 

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