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Abenteuer Polen! Steffen Möller zu Gast in der Goetheschule

Warum überhaupt nach Polen?

Steffen Möller, Komiker und Autor von ,,Viva Polonia“, besuchte Mittwoch, den 9. Mai, unsere Schule, und erklärte es den Goetheschülern. Mit dabei waren Marvin Hallman und Marlena Nuernberger.

,,Krakau klang für mich exotisch“, sagte Steffen Möller über seine Beweggründe nach Polen zu reisen.  Dabei ist Polen doch gleich nebenan- mit dem Zug erreicht man Warschau in nur 5 Stunden.  Über genau diese Zugreise berichtet er in seinem neuen Buch, „Expedition zu den Polen“. Er erzählte auch vom „typisch Polnischen“ und „typisch Deutschen“- einige „typisch deutsche“ Eigenschaften hat er aber nach fast zwei Jahrzehnten in Polen anscheinend doch verlernt, zum Beispiel das pünktliche Erscheinen. Nach einer Verspätung von über 2 Stunden konnte die Fragerunde beginnen: man lernte über die Unterschiede der jeweils heimischen Wurstsorten und über die Gemeinsamkeiten von Menschen.

Die Polen, erklärte er, sind den Deutschen sehr ähnlich und sogar die Geografie der Länder ähnelt sich: Im Süden liegen die Berge, im Norden liegt das Meer. Aber die Wurst in Polen, die ist ihm zu fettig. Dafür gibt es aber leckere kulinarische Alternativen.
Warum „Pan Steffen’s“ Bruder in der Hundehütte ist und Autos in Polen heute sicherer als in Hannover sind, erfährt man hier: http://www.die-weisse-runde.de/
Die Weiße Runde © (132) vom 09. Mai 2012 in der Goetheschule Hannover

 


Herzklopfen, Aufregung und Anspannung - und das umsonst. Im Gespräch mit Steffen Möller

Natürlich war der Start mit Steffen Möllers ungeplanter, zweistündiger Verspätung nicht ganz perfekt, aber die Spannung und der Spaß, den dieses Interview brachte, wurden durch die Umstände nicht vermindert. Nach einer geplatzten großen Versammlung in der Aula fanden sich die Schüler zwei Stunden später wieder in jener ein. Steffen Möller kam mit dem Taxi und wurde von einer Mitschülerin und mir an der Tür des Haupteingangs begrüßt. Matthias Horndasch, der Moderator der „Weißen Runde“, stand wie die ganze Schule in den Startlöchern. Nun ging es endlich los.

 

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Marlena und ich nahmen am Rand in der vorderen Reihe Platz und warteten. Währenddessen studierten wir das Skript noch und noch einmal mit steigender Spannung. Der Auftritt sollte nicht lange auf sich warten lassen. Viele interessante Fragen zum Thema „Polen- Vorurteile, Rechtsradikalismus und Tourismus“ wurden bereits von Matthias Horndasch gestellt, aber auch ich wollte noch vieles über Polen erfahren. Für mich war es eine ganz besondere Chance, mehr Informationen über ein Land aus erster Quelle und - mehr oder weniger - deutscher Sicht zu erfahren; ein Land, welches davor wenig Interesse in mir geweckt hatte. So betraten wir nun zu selbstkomponiertem Klavierspiel die Aula-Bühne, auf uns viele Augen und zwei Kameras gerichtet, und lernten im Gespräch den, wie ich finde, sehr sympathischen Steffen Möller kennen. Wir haben ihn zur Verbesserung der deutsch-polnischen Beziehung befragt und auch viel gelacht. Zum Beispiel über einen Feiertag in der Osterzeit: den „Smigus-Dyngus“, den „Nassen Montag“, an welchem es Brauch ist, seine Mitmenschen mit Wasser zu bespritzen und mit Eimern voll Wasser zu überschütten. Die anfängliche Nervosität war schnell vergessen und in Freude übergegangen. Kein Wunder bei so netten Gästen in unserer Schule. Nach vielen Fragen und Gedanken zum Thema Polen endete die Talkrunde nach gefühlten 30 Sekunden (in realer Zeit 90 Minuten). Die Zeit verging rasend schnell.

 

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Fazit: Ich kann nur von einer positiven Erfahrung sprechen. Durch die intensive Recherche und die Aufarbeitung des Themas (auch im Unterricht mit unserem Politiklehrer Herrn Schönfeld) habe ich viel über ein fast unbekanntes Nachbarland gelernt. Das Interesse ist aber nach wie vor vorhanden und ist nicht etwa abgebrochen, denn mich beschäftigt weiterhin Aktuelles zum Thema Polen. Der erste Urlaub in dem geschichtsreichen Staat Mitteleuropas steht auch bald an. Ich bedanke mich hiermit bei Herrn Steffen Möller, Herrn Horndasch, Herrn Bredthauer, Frau Mazurek und Herrn Schönfeld für die Ermöglichung einer solchen Talkrunde mit Schülern, außerdem für die Unterstützung bei der Vorbereitung, welche, wie ich vermute, nicht nur mir viel Spaß gemacht hat.

Marvin Hallmann