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Die Klassen 9b und 9d auf VW-Werksbesichtigung in Stöcken

Zu Beginn der Führung wurden in einem Vortrag allgemeine Informationen über das hannoversche Werk gegeben. Dort werden von ca. 12 000 Angestellten alle Autos der Reihe T5 hergestellt, der Amarok und die Karosserie des Porsche Panamera.
Dafür wird ein großes Gelände benötigt: 1,1 Millionen m² Grundstück, 624.249 m² davon sind bebaut. Das durften wir am eigenen Leib spüren, als wir eine 3,5 km lange Führung durch das Werk machten. Wegen solch langen Wegen sind die meisten Mitarbeiter mit Fahrrädern oder kleinen Motorfahrzeugen unterwegs.

 

0086 VW Nutzfahrzeuge

 

Früher hat man den Transporter in Wolfsburg produziert (der Hauptsitz von VW), doch ab 1956 verlagerte man die Produktion auf ein extra dafür gebautes Werk in Hannover. Dort wurde mitunter auch der VW- Käfer dort produziert.
Nach dem Vortrag wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt, jede bekam einen Führer, der uns anleitete, einen Kopfhörer aufzusetzen, welche seine ins Mikrofon gesprochenen Worte deutlicher machen sollten. Das war bei den lauten Maschinen auch sehr nützlich!
Am Anfang der Führung stand die Stahlverarbeitung. Die großen Stahlplatten werden in 600 t Pressen gelegt und individuell ausgestochen. Diese Pressen können innerhalb von 10 Minuten ausgetauscht werden. Bei dem Verfahren entsteht viel Metallschrott, der sich nicht verhindern lässt, doch wiederverarbeitet werden kann.
Wenn auch nur das kleinste Haar in die Pressen hineingerät, kann man das im Endergebnis deutlich sehen, weshalb eine Nachkontrolle durch Menschenhand sehr wichtig ist.
Verschweißt werden die Bauteile mitunter von Lasern, welche dreihundert Mal stärker sind als ein Laserpointer. Das ist sehr gefährlich für die Augen, deshalb herrschen große Sicherheitsvorkehrungen.
In die Lackiererei durften wir leider keinen Blick werfen, außerdem mussten wir Handys und sonstige Geräte mit Kameras in der Garderobe lassen. Dafür wurde uns auch ein Grund genannt: Das Personal könnte sich dadurch sehr gestört fühlen (Schutz der Persönlichkeitsrechte). Wir vermuten jedoch, dass das auch mit der Betriebsspionage zusammenhängen könnte.
Das Verfahren des Werks ist die Just-In-Sequence-Produktion, der Nachfolger der Just-In-Time-Produktion. Das ist die Herstellung in einer sehr genau geplanten Zeit und Reihenfolge.
Die Angestellten arbeiten 40 Stunden in der Woche, in Tag- und Nachtschichten.
Von der Rationalisierung hat man viel gemerkt: Die meiste Arbeit wurde von Maschinen verrichtet, nur zur Kontrolle, Vormontage oder Reparatur der Maschinen hat man bei der Führung Mitarbeiter gesehen.
Der Ausflug hat mir gut gefallen, vor allem mein netter Gruppenleiter mit englischem Akzent war sehr sympathisch und hat alles gut erklärt.
Ich habe einiges gelernt und bin froh zu wissen, wie so ein Werk von innen aussieht.

Clara Adolph (9d)