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Was für ein Theater...

QP-Springmann

Theatertag 2012 an der Goetheschule

Am 02.07. trafen sich die Theaterklassen und –kurse am Hauptgebäude der Goetheschule, um den Mitschülern die Ergebnisse des Schuljahres zu präsentieren. Unter der Moderation von Frederike Wiechmann und Lisa Rocke konnten alle Beteiligten zeigen, wie vielfältig die Theaterarbeit an der Goetheschule ist.

Aus der Außenstelle zu Gast waren die Jahrgänge 5-7, die auch bereits die Theatertage im März zu Intensivproben nutzen konnten. Die 5b unter Leitung von Frau Bleck zeigte, dass Märchen variantenreich auf die Bühne gehören. So erteilte Kommissarin Rotkäppchen dem CIA-Agenten Wolf eine Abfuhr und schlug ein gemeinsames Treffen bei McDonalds ab.

Die 6c zeigte Sequenzen zwischen Traum und Realität. Zu sehen gab es eine Verfolgungsjagd zwischen Mensch und Zombi, aber auch gefühlsreiche Szenen zum Thema Liebe und Freundschaft. Die Lehrerin Frau Thaler wollte dabei nicht aufklären, was geträumt und was real war.

 

Moderatorenteam

 

 

Von der 7c wurde die zunächst leere Bühne nach und nach bevölkert, bis alle 32 Schülerinnen und Schüler zu einer bunt maskierten Masse verschmolzen waren und diese mit HipHop-Tanz auflösten. Der Applaus für die von Frau Bleck geleitete Klasse war absolut verdient.

Der achte Jahrgang zeigte eine Kurzpräsentation zu dem von den Schülerinnen und Schülern erarbeiteten Stück, welches demnächst Premiere feiert. Die Themenvielfalt verspricht ein interessantes Stück, das unter der Leitung von Frau Thaler erarbeitet wurde.

Im Jahrgang neun stand das chorische Sprechen und die Rhythmisierung von Sprache im Fokus. Herr Warnecke hat den Schülerinnen und Schülern hierzu einen Text von Bertolt Brecht nähergebracht. Durch einen Körperrhythmus  schafften die Beteiligten einen abwechslungsreichen Rahmen.

 

Brecht

 

Ein spannendes Zusammentreffen aus Literatur und Geschichte zeigte Frau Springmanns EP. Während Romeo nach Julia sucht und Mercutio mit Tybalt kämpfte, bekam Schneewittchen den vergifteten Apfel von ihrer Stiefmutter und Cäsar und Kleopatra stritten sich in fließendem Latein. Erst nach und nach bemerkten die Figuren, dass sie aus der Zeit gefallen waren.

Die QP unter Leitung von Frau Springmann zeigte „Nichts“. Das bedeutet nicht, dass es nichts zu sehen gab, denn das Gegenteil war der Fall. Im Roman „nichts“ von Janne Teller, entscheidet sich der Schüler Pierre-Anthon fortan nichts mehr zu tun, da auch nichts Sinn macht. Dabei gab es auf der Bühne viel zu sehen. Jan Zimbelmann als Schüler Pierre-Anthon wirft fiktive Pflaumen vom Baum, was seinen Mitschülern überhaupt nicht gefällt.

 

EPQP-Springmann

 

Aus dem Drama Lieblingsmenschen von Laura de Weck zeigte der QP-Kurs von Herrn Mende eine kontrastreiche Bearbeitung. Die Szene wurde in der Turnhalle mit Figuren in Abendgarderobe präsentiert. Eine klassische Rollenverteilung gab es nicht, sondern nur Figurengruppen, die die in einer Turnhalle zur Verfügung stehenden Gegenstände zu ihren eigenen Requisiten formten.

Ebenfalls aus dem gleichen Drama spielte der QP-Kurs von Herrn Warnecke eine Szene, in der sich Chor- und Dialogszenen abwechselten. Dabei hatten sich Gruppen von 2 bis 3 Spielern verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten des Textes überlegt.

 

LieblingsmenschenLieblingsmenschen

 

Die vier Mitglieder der Theater-AG zeigten dann noch eine Chorische Variante des gleichen Texts, der die Prinzipien von Chor und Tempo vereinigte.

Der Theatertag an der Goetheschule hat gezeigt, „was für ein Theater“ an einer Schule stattfinden kann und auch sollte.

Vielen Dank an alle Mitwirkenden!

 

RMe