Goetheschule und Universität Hannover: ein starkes Team
Es ist längst eine Erfolgsstory, was vor vier Jahren auf Initiative von Herrn Selke und Herrn Stellfeldt an der Goetheschule begann. Damals bewarben sich die beiden Informatiklehrer für ein Projekt des Kultusministeriums und der Stiftung NiedersachsenMetall, um die technische Informatik an ihrer Schule zu etablieren. Die Bewerbung war erfolgreich, und bald versuchten sich die ersten Schüler am Bau und an der Programmierung von Robotern.

Schon ein Jahr später wagten sich sechs junge Informatiker auf die Bühne des internationalen " Robocup "-Wettbewerbs. Die Platzierung löste keine Begeisterung aus - es wurde eher der Olympische Gedanke gelebt -, um so mehr aber das spannende Kräftemessen und die intensive Arbeit an der selbst gebauten Technik, die alle so sehr in den Bann zog, dass die nächste Teilnahme schnell beschlossene Sache war. Die kontinuierlichen Fortschritte zeigten sich darin, dass sich im nächsten Durchgang sieben Schüler für die deutschen Meisterschaften qualifizierten (wir berichteten ).

Die Erfolge und die Faszination der Sache sprachen sich schnell herum, und inzwischen basteln und programmieren in der AG von Selke und Stellfeldt über 35 Schüler an den Robotern - die meisten in der Disziplin RoboRescue, aber einige neuerdings auch im Robot Soccer. In diesem Bereich der Robotik sind die technischen Anforderungen freilich so hoch, dass die Informatiklehrer nach einem Kooperationspartner Ausschau hielten, den sie nun im Institut für mechatronische Systeme ( imes ) an der Leibniz Universität Hannover gefunden haben. Im Rahmen eines Kooperationsvertrages ist die Stiftung Niedersachsenmetall, die das innovative Vorhaben finanziell unterstützt, die dritte Größe im Bunde.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde unterzeichneten Herr Bredthauer, Herr Prof. Tobias Ortmaier als Vertreter des imes und Herr Olaf Brandes für die Stiftung nun den Kooperationsvertrag, der zunächst bis 2012 laufen wird. Einmal die Woche stehen studentische Hilfskräfte den Nachwuchsinformatikern mit Rat und Tat zur Seite. Die ersten Treffen haben schon Früchte getragen: So konnten acht Schüler bereits im Labor der Uni eine dringend benötigte Platine als Einzelanfertigung ätzen lassen.

Die Erhöhung der Ausbildungsreife, das Wecken des Interesses für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Studiengänge, das Hineinschnuppern in diese Fachrichtugen und die Vermittlung informationstechnischer Bildung sind nur einige der im Vertrag genannten Ziele, und ihr Erreichen erscheint angesichts der ersten gemeinsamen Arbeit und ihrer Ergebnisse gar nicht utopisch.
Text: Kai Kämmerer
Fotos: Wallenwein, Kämmerer
Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Stiftung Niedersachsenmetall!

