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32°C ist angenehm kühl! - Exkursionsbericht des Kurses CH26

32°C – … wie kühl das doch ist!
Jetzt fragt ihr euch sicherlich, wie das sein kann. Also wir haben es am eigenen Leibe erfahren. Wir, der Chemie-LK (CH26) von Frau Schwerdtfeger, waren an diesem - mit 32°C - so schönen und sonnigen Dienstag im Hamburger „Trimet“, einem Aluminiumwerk, das bereits seit Jahrzehnten unter verschieden Namen existiert, wir und haben uns dort über die Gewinnung von Aluminium aus Aluminiumoxid informiert. Das Aluminiumwerk hatte während seiner Existenzzeit aufgrund verschiedener Krisen (u.a. verursacht durch die Tiefstände des Energiesektors) immer wieder Rückschläge, die für die „Hütte“ letztendlich den ‚Untergang‘ bedeuteten. Doch im Jahr 2006 brachten engagierte ehemalige Mitarbeiter die heruntergefahrene Einrichtung innerhalb von 6 Monaten auf Hochtouren. Die Beteiligten wurden durch die Eingravierung ihrer Namen in die Messgeräte verewigt – als Zeichen besonderer Ehre.

 

2011_CH26_Trimet

 

Jedenfalls sahen einige Schüler diesen Ausflug als Strafe an, da sie die Hitze und den stechenden Geruch der Hütte im zweiten OG der drei Elektrolyse-Hallen, in denen es jeweils 90 Elektrolysebecken gibt, bei bestem Willen nicht ertragen konnten und immer wieder den Weg zu den geöffneten Fenstern suchten. Außerdem jagten die gigantischen Ausmaße der einzelnen Becken, die innere Wärme von ca. 950°C, welche man mit 60-80°C Umgebungstemperatur ziemlich deutlich spürte, das starke Magnetfeld und auch die glühend-heiße Schmelze, die regelrecht kochte und Funken „spuckte“, dem einen und der anderen gewisse Ehrfurcht und Respekt ein. Zuvor aber mussten alle mit kurzen Hosen bekleideten Schülerinnen und Schüler sich aus Sicherheitsgründen umziehen. Manchen stand die Schutzbekleidung total gut – Ideen zu neuen Trends waren auch dabei. Nach dem freundlichen Empfang, einer kurzen Präsentation und dem gesegneten Energieschub durch Cola & Haribo – alle waren durch die Anreise ermüdet – folgte auch ein warmes Mittagessen, welches alle sehr genossen.
Insgesamt waren alle (sogar die, die Frau Schwerdtfeger der Verursachung der Strafe bezichtigten) sehr amüsiert und hatten großen Spaß.
Gegen 16:30 Uhr traten wir schließlich den Heimweg an und waren um etwa 19 Uhr zurück in Hannover. Eine kleine Gruppe von uns fand Hamburg aber so faszinierend, dass sie sich entschied, dort zu bleiben und später nachzukommen. Mal sehen, ob die den Weg findet!

Ibrahim Aydemir