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Zu guter Letzt noch ins Theater...

Am 21.Dezember 2012 – am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien – um 19.30 Uhr besuchten die Klassen 8b, 8c und 8d die Theatervorstellung im Ballhof II „Mickybo und ich.“


"Schule ist langweilig", meinen Mickybo und Mojo. "Freundschaft, Spaß, Abenteuer und Nervenkitzel sind das Wichtigste im Leben."

Dem stimmen die 82 Achklässler wohl zu, die die 20 Minuten bis zum Aufführungsbeginn mit einem hitzigen Krökelspiel überbrückten. Denn Vorfreude auf einen Theaterbesuch am letzten Schultag sieht anders aus. Mickybo, dargestellt von Philippe Goos, und Mojo, gespielt von Camill Jammal, erzählen den Zuschauern, was sie Spannendes während ihrer Jugend getrieben haben. Sie berichten, dass es aufregender war, als jeder Unterricht jemals hätte sein können.

 

Die Geschichte spielt im irischen Belfast. Es ist die Zeit täglicher Anschläge und Straßenschlachten zwischen Katholiken und Protestanten. Obwohl die beiden
unterschiedlichen Konfessionen angehören, freunden sie sich an, als Mickybo gerade vor Gank und Fuckface auf die andere Seite der Brücke flüchtet.

 

Von da an, erleben die beiden Jugendlichen täglichen Nervenkitzel in den Straßen Belfasts. Mal ärgern sie den Kinobesitzer, dann rollen sie Hügel hinunter oder
spielen Cowboyabenteuer nach. Sie träumen sich in eine Welt der echten „Gangster“ hinein, obwohl sie doch bereits in einer genau solchen leben.

 

Zunächst unterhalten die beiden Schauspieler die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8b, 8c und 8d so gut, dass kaum eine Minute verstreicht, ohne dass lautes Gelächter entsteht. Doch dann passiert es:

 

Mickybos Vater wird in den Wirren der Straßenkämpfe erschossen. Die zuvor heitere Geschichte endet mit dem traurigen Auseinanderleben der beiden besten Freunde und der Frage, ob es schön wäre, wenn man manchmal die Zeit zurückdrehen könnte.

 

Nach dem Applaus gehen die Zuschauer die Treppen hinunter. Das Schauspiel ist vorbei. Die Schülerinnen und Schüler freuen sich auf die Ferien. Aber wer das Theater zuvor müde betrat, geht jetzt mit großen Augen, geht begeistert nach Hause und freut sich schon auf den nächsten Besuch, auch wenn dieser wieder am letzten Schultag stattfindet.

 

Ricardo Tietz, Phil-Levin Scholz, RMe