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Römische Legionen am Harzhorn gesichtet?

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Sie erfuhren in Theorie und Praxis den Umgang mit Pfeil (sagitta) und Bogen (arcus), mit einem Speer (pilum), und sie wurden sogar im Schießen mit römischen Katapulten (catapultae) „ausgebildet“.

 

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Legionärinnen“ und Legionäre in Kampfbereitschaft

 

Sie mussten auf lateinische militärische Befehle ihres Optios (Hauptmanns) Martin(us) hin verschiedene Formationen des römischen Heeres lernen, wie z.B. den Schild vor die Brust nehmen, den Schild absetzen, die „Schildkröte“ (testudo) bilden und sich in dieser Formation sogar im Laufschritt bewegen.

 

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„Legionärinnen“ und Legionäre in der Formation „testudo“, der optio (Hauptmann) Martin(us) ist sichtlich zufrieden

 

Zur Stärkung gab es mittags „original“ römische Speisen (cibus) wie Datteln, Schinken, Käse, Gurke, Eier nach römischer Art, selbstgebackenes römisches Brot und eine römische Käsecreme bestehend aus Frisch- und Ziegenkäse mit Olivenöl und allerlei Kräutern.

 

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Römische Speisen zur Stärkung der „milites“

 

Wir erfuhren vor Ort, am Harzhorn, von dem Ablauf der Schlacht der Römer gegen die Sueben (germanisches Volk). Die Römer befanden sich im Jahr 235/236 vermutlich auf dem Rückmarsch von einem Rache- und Beutefeldzug, den sie – weitab von der sicheren Rhein- und Limesgrenze – wohl bis in das Gebiet um Magdeburg unternommen hatten. Siegreich kehrten sie zurück Richtung Mainz, dem Haupt-Legionslager. Dabei wurden sie am Harzhorn von Germanen überrascht. Blitzschnell stellten die römischen Soldaten ihre Katapulte auf, positionierten ihre Bogenschützen und demonstrierten trotz Waldgebietes ihre militärische Überlegenheit.

 

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„Legionärinnen“ Anneke, Stella und Sonja an der catapulta

 

Ca. 3000 Fundstücke wurden bisher entdeckt, die wichtigsten konnten wir nachmittags im Kloster Brunshausen ausgestellt in Augenschein nehmen. Es war fast, als wäre man dabei gewesen.

 

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Legionarius Marc(us) in voller Kampfesausrüstung

 

Ein großer Dank gilt den vielen amtlichen und ehrenamtlichen Fachkräften in Bad Gandersheim, die uns den Tag über mit Vorträgen, Essen und Hilfen jeder Art „rundum sorglos“ betreut haben.

Text, Fotos: Rüdiger Ant