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Musik visualisieren: ein Projekt der Klasse 7e

Musik visualisieren. Ein fächerübergreifendes Projekt der Klasse 7e

 

 

Johann Sebastian Bachs zweistimmige Inventionen sind beispielhaft für polyphone Kompositionen: Ein zentrales musikalisches Motiv wird in zwei Stimmen immer wieder neu aufgefasst, verändert, umgedreht, abgespalten oder sequenziert. Ein ganzes Stück besteht so quasi nur aus einer einzigen musikalischen Idee - auf den ersten Blick ist dies schwer wahrzunehmen.

 

 

Um diesen ersten Blick buchstäblich zu schärfen, hat die Klasse 7e die 4. Invention in d-Moll visualisiert - „verbildlicht“. In den Bildern sieht man die wichtigsten Kompositionsprinzipien zweistimmiger Inventionen veranschaulicht. Ein Ritter auf einem Pferd wird von einem Drachen gespalten - „Motivabspaltung“, ein Baum fällt während eines Sturms um - „Motivumkehrung“, ein Fuchs wird von einem anderen Fuchs imitiert - „Motivimitation“, oder eine Welle bricht sich immer wieder, aber unterschiedlich hoch - „Motivsequenzierung“.

 

 

Die Bilder sind in Form einer Klanginstallation im Forum der Außenstelle für eine Woche zu sehen. Kontroverse Diskussionen und konstruktive Kritik sind ausdrücklich erwünscht; immerhin geht es hier um eine Überschreitung vermeintlicher Grenzen: die Sphäre der bildenden Künste und die der Musik. Oder ist hier überhaupt keine Grenze zu finden?

 

 

Vielen Dank an Frau Werdelmann, die uns bei diesem fächerübergreifenden Projekt unterstützt und in der bildlichen Gestaltung sehr geholfen hat. Ein weiterer Dank geht an Michael Gellrich, der die Bilder mühevoll digitalisiert hat.

 

 



Raphael Legrand (Musiklehrer der Klasse 7e)