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Philosophieren mit oder gegen Leibniz

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Die Philosophinnen und Rapper Spax in der Disskussionsrunde


Zusammen mit dem WN 11-Kurs der Goetheschule fanden sich am 14.06.2016 ca. 350 Schülerinnen und Schüler von anderen Gymnasien Niedersachsens im Pavillon am Raschplatz ein. Gegenstand der philosophischen Diskussion an diesem Morgen bildete Leibniz‘ berühmte These „Vom Leben in der besten aller möglichen Welten“. Referenten aus der Wissenschaft (Philosophie und Politik), Landtagsabgeordnete und der Rapper Spax waren eingeladen, auf Fragen der Schülerinnen und Schüler zur Leibniz-These zu antworten.

 

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Stefan Schostok eröffnet die Veranstaltung

 

Nach einleitenden Worten des Oberbürgermeisters Stefan Schostok zum Leibniz-Jahr wurden mehrere Unterthemen der Leitthese diskutiert, z.B.: Welches Menschenbild gilt, ist der Mensch gut, böse oder neutral? Gibt es gerechte Kriege? Wird der Mensch durch politisch-gesellschaftliche Systeme und individuelle Erziehung zu einem guten bzw. schlechten Menschen geformt? Bedeutet Kapitalismus neben dem Segen für die einen immer zugleich auch das Elend für die anderen? Darf man überhaupt Tiere töten? Ist das Gute in der Welt ohne das Schlechte gar nicht möglich, das Schlechte also notwendige Voraussetzung für das Gute? Kann es wirklich keine beste sondern nur eine bestmögliche Welt geben? Und kann der Mensch wenigstens als ein freies Wesen diese Welt verbessern? Zur letzten Frage kristallisierten sich drei Antworten der Referenten heraus: Durch Liebe, Verantwortung und Aufmerksamkeit könne es möglich sein, zum Besseren zu gelangen.

 

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Rapper Spax singt seinen Song „Leben“


Was nehmen wir mit von der Veranstaltung? Sicherlich die eine Erkenntnis, dass – wie so oft in der Philosophie - mehr Fragen aufgeworfen wurden als beantwortet, aber auch, dass die Bemühungen um eine bessere Welt nicht erlöschen dürfen.

 

Text und Fotos: Rüdiger Ant: