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Schulprogramm

 

 

Wer nicht neugierig ist,
erfährt nichts!

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

 

Stand: 1. Januar 2011

 

 

1. Vorwort

Sie halten die zweite Fassung des Schulprogramms des Gymnasiums Goetheschule Hannover in den Händen. Es soll allen Personen an der Schule Visionen und Handlungsoptionen für die Gestaltung unserer Schule bieten.

 

Die Schülerinnen und Schüler finden eine schnelle Orientierung, die Eltern erhalten einen Überblick über die Angebote, Ziele, Inhalte und Bewertungsmaßstäbe an der Schule und für die Lehrerinnen und Lehrer stellt das Schulprogramm ein Kompendium der Absprachen und Grundlagen für Erziehung, Unterrichtsgestaltung und Bewertung dar. Das Programm ist das Ergebnis einer mehr als vierjährigen Entwicklung. Der Weg hat die Schule enorm vorangebracht und hätte sich als Ziel allein gelohnt.

 

Die Steuergruppe unter der Leitung von Herrn Dr. Wendorf hat die redaktionelle Arbeit in zahlreichen Sitzungen und Diskussionen geleistet. An dieser Stelle möchte ich den ständigen Teilnehmern Herrn Knoth, Frau Krohne, Frau Moelle, Herrn Müller-Reiß-Wiek, Herrn Paesler, Herrn Dr. Schedlinsky und Herrn Stuckmann ganz herzlich danken. Frau Behmann, Frau Niestroj, Herr Alenberg und Herr Glenewinkel haben als Elternvertreter viel Zeit investiert und haben mit ihren Anregungen, Fragen und Hinweisen wesentlichen Anteil am Gelingen des Vorhabens. Die Schülervertreter brachten Ideen und Interessen mit Engagement ein. In den Beiträgen der Fächer spiegelt sich der Einsatz der jeweiligen Fachkollegen wider.

 

„Wer nicht neugierig ist, der erfährt nichts“ ist das im September 2007 beschlossene Motto der Schule, das auch für den Umgang mit diesem Programm seine Gültigkeit besitzt. Ich wünsche mir als Anerkennung und Dank für den hohen Einsatz aller Beteiligten, dass dieses Schulprogramm eine Plattform für eine moderne Schule darstellt, in der Respekt, Toleranz und Freude am Lernen und gemeinsamen Tun den Alltag bestimmen. So wird Schülerinnen und Schülern ein Lebensraum geboten für eine angenehme und erfolgreiche Schulzeit, in der Spaß, Freude und Lernen in einem angemessenen Gleichgewicht stehen.

 

 

Wilhelm Bredthauer, Oberstudiendirektor
Dezember 2010

 

 

2. Motto der Schule

 

Wer nicht neugierig ist, erfährt nichts!
(Johann Wolfgang von Goethe)

 

„Neugier“ ist die Grundlage für Entwicklung. Gemeint sind die prinzipielle Offenheit für Neues sowie die Bereitschaft und der Wille, sich darauf einzulassen, Dinge nicht als gegeben, sondern als „fragwürdig“ anzusehen.

 

„Erfahren“ heißt, Stoffe mit Kopf, Herz und Hand zu erfassen. Die geistige Auseinandersetzung, der emotionale Zugang und die eigene aktive Tätigkeit markieren das Motto unserer gemeinsamen Arbeit. Seit 1996 ist das Blatt des Ginkgo-Baumes das Logo der Goetheschule. Dieser Baum ist einer der ältesten und widerstandsfähigsten Bäume der Erde. Er wurde von Goethe im Gedicht „West-Östlicher Diwan“ verewigt und steht als Symbol für Gemeinsamkeit.

 

 

3. Leitbild

Die Goetheschule ist ein allgemeinbildendes Gymnasium mit dem Ziel, dass seine Schülerinnen und Schüler im Leben Erfolge erreichen. In der Schulgemeinschaft aus Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften, Eltern und Mitarbeitern erhält jedes Mitglied seinen Entfaltungsspielraum, sich mit seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten, seinen Vorstellungen, seinen kulturellen Eigenheiten und seinem ethnischen Hintergrund einzubringen, findet Beachtung und Anerkennung und darf Toleranz erwarten. Dieses erfordert von jedem Höflichkeit, Respekt, Wertschätzung und Zurückhaltung gegenüber dem Anderen.

 

Die Goetheschule vermittelt Fähigkeiten und Kompetenzen, um das berufliche, gemeinschaftliche, private und soziale Leben aktiv und eigenverantwortlich gestalten zu können und liefert einen Rahmen, innerhalb dessen die Schülerinnen und Schüler lernen, selbstständig zu arbeiten und sich zu erproben. Im Vordergrund der Ausbildung und Erziehung stehen die Vermittlung von Fachwissen und Fachkompetenzen als Voraussetzung für einen erfolgreichen Abiturabschluss. Wichtig ist die Stärkung der Eigenverantwortung und der Anstrengungsbereitschaft einer jeden Schülerin und eines jeden Schülers für den eigenen Lernerfolg und das Erreichen gesetzter Ziele.

 

Die Schule ermöglicht ihren Schülerinnen und Schülern eigene Schwerpunktsetzungen in musischen, naturwissenschaftlichen oder sprachlichen Bereichen, fördert individuelle Begabungen, bietet über vielfältige Austauschprogramme und Projekte weltoffene Kontakte und fühlt sich den lokalen Gegebenheiten ihres Einzugsbereiches verpflichtet. Arbeitsgemeinschaften und Projekte fördern unsere Erziehungsziele außerhalb des Fachunterrichts. Ein offener Ganztagsbetrieb unterstützt die Umsetzung.

 

Die Schule überprüft ihre Zielsetzungen in regelmäßigen Abständen, passt sie an und richtet sie neu aus.

 

 

4. Lernen, Erziehen und Leben in der Schule

In einer modernen Gesellschaft benötigen Menschen Bildung für beruflichen, sozialen und privaten Erfolg. Die Goetheschule setzt im Sinne umfassender Bildung die Schwerpunkte:

  • - Lernen und Wissen,
  • - Entwicklung der Persönlichkeit und
  • - Erziehung zu Toleranz und Weltoffenheit.

 

 

4.1 Lernen und Wissen

Aneignung und Vermittlung von Wissen erfolgen an der Goetheschule vorrangig fachbezogen. Hierzu wird der Unterricht nach entsprechenden Stundentafeln von ausgebildeten Fachlehrerinnen und Fachlehrern gestaltet. Umfang und Ziele stellen die einzelnen Fächer dar.

 

Unseren Schülerinnen und Schülern soll die Bedeutung der Unterrichtsinhalte bewusst werden, damit sie den Lernstoff im Sinne vernetzten Denkens einordnen und dessen Einbettung in größere Zusammenhänge verstehen. Auf diesem Wege sollen Schülerinnen und Schüler die Verantwortung für ihr eigenes Lernen übernehmen, eigene Lernkonzepte (Karteikartensysteme, Heftführung, individuelle Arbeitsorganisation u.ä. ) entwickeln und zu eigenen Lernzielsetzungen kommen. Die Schule ermöglicht über den Fachunterricht hinaus individuelle Entfaltungsmöglichkeiten und Spielräume in geeigneten Lernumgebungen - auch außerhalb der Schule - und in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern. Die altersgemäße Sicherheit in der deutschen Sprache, Rechtschreibung und Grammatik ist Voraussetzung für das erfolgreiche Lernen an einem Gymnasium.

 

Die Entwicklung methodischer Handlungsoptionen ist ein ständiger Prozess, in dessen Mittelpunkt die gedankliche Strukturierung und Materialbearbeitung, z.B. bei Texten, Statistiken, Graphiken, Karten, Bildern und Filmen, stehen. Dieser mündet in Diskussionen und Erörterungen, in Referate, Plakate, Protokolle und weitere Darstellungsformen. Über die Fachgrenzen hinaus sind die Inhalte in ihren historischen, gesellschaftlichen und fachübergreifenden Bezügen zu sehen, einzuordnen, zu reflektieren und eigenständig unter Einbezug von Fachbegriffen auszudrücken.

 

Die Goetheschule fördert Gruppen- und Partnerarbeit als Ausbildung zur Teamfähigkeit.

 

Die Goetheschule berät ihre Schülerinnen und Schüler auf der Basis von Zeugnissen und Lernentwicklungsberichten. Die Diagnose der Lernvoraussetzungen, die Ermittlung von Begabungspotentialen und die Berücksichtigung von Lernschwierigkeiten sind Voraussetzungen für die Konzipierung individueller Lernkonzepte.

 

Die Goetheschule unterstützt ihre Schülerinnen und Schüler darin, die Zielsetzungen eines Schuljahres zu erreichen. Zu diesen Maßnahmen zählen:

  • - Betreuung von Schülerinnen und Schüler im Ganztagsbetrieb,
  • - Hausaufgaben- und ggf. Nachhilfe,
  • - „Ferienschule“ mit Möglichkeiten für den nachträglichen Ausgleich von Defiziten und das Erreichen verpasster Versetzungen über Nachprüfungen.

Schülerinnen und Schüler mit Hochbegabung oder Teilbegabungen werden in besonderer Weise gefördert.

 

 

4.2 Entwicklung der Persönlichkeit

Die Goetheschule strebt eine Lern- und Lebensumgebung an, in der jeder Einzelne seine Persönlichkeit kontinuierlich weiterentwickeln kann. Freude am Lernen und Freude am Können sind Antrieb eines individuellen Erfolges. Interessenbezogenes Lernen als Angebot der Schule und Anstrengungsbereitschaft als Beitrag des Einzelnen ergeben eine hohe Entfaltungsmöglichkeit und schaffen die Grundlage für eine konstruktive Kreativität. Jeder lernt Wissen zu erwerben, mitzuteilen und zu präsentieren. Auf diese Weise kann er persönliche Erfolge erzielen und wird sich seiner Fähigkeiten bewusst.

 

Schülerinnen und Schüler mit einem stabilen Selbstwertgefühl sind in der Lage, auch soziale Bezüge positiv zu prägen. Insbesondere gehört dazu, die Stärken anderer wertzuschätzen, eigene Schwächen und die anderer zu akzeptieren sowie Meinungen und Auffassungen anderer zu respektieren. Auf dieser Grundlage sind Verhaltensweisen wie Freundlichkeit, Höflichkeit, Zuverlässigkeit, Fairness und Disziplin anzustreben.

 

Die in der Goetheschule angestrebte Persönlichkeitsentwicklung beruht auf verlässlichen Rahmenbedingungen, die durch die Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus entstehen. Eckpfeiler dieser Kooperation sind die Durchführung regelmäßiger Lerngespräche, die Anerkennung von gemeinsamen Erziehungswerten und die Unterstützung einer produktiven Lernkultur. Hierbei sind seitens der Eltern eine Unterstützung der schulischen Aufgabenerfüllung, die Förderung von außerschulischen Interessen des Schülers und die Begrenzung von medialer Freizeitbeschäftigung von Bedeutung.

 

 

4.3 Erziehung zu Toleranz und Weltoffenheit

Schulisches Leben und Lernen findet in der Goetheschule in einer sehr vielfältig geprägten Schulgemeinschaft statt. Die unterschiedlichen sozialen, ethnischen und religiösen Hintergründe der Schülerinnen und Schüler bedingen die Fähigkeit zu Toleranz und Akzeptanz sowie die Bereitschaft, die eigene Freiheit dort enden zu lassen, wo die des anderen beginnt. Ein Zusammenleben unterschiedlicher Geschlechter und Altersgruppen fordert eine Kommunikationsfähigkeit und ein Rollenverhalten, in dem obige Aspekte Berücksichtigung finden.

 

Die Ausbildung und die Berufsfelder heutiger Schülergenerationen sind zunehmend in einem europäischen und internationalen Kontext zu sehen. Hierfür bietet schon die Schulzeit wichtige Voraussetzungen durch Angebote von Auslandserfahrungen und Fremdsprachenerwerb. Goetheschüler haben Möglichkeiten zu vielseitigen internationalen Begegnungen über längere und kürzere Zeiträume (England, USA, Frankreich, Polen, China, Comeniusprojekte) sowie die Wahl eines breiten Fremdsprachenangebots.

 

 

5. Individuelle Schwerpunktsetzungen

Alle Schülerinnen und Schüler der Goetheschule erhalten fundierte Fach- und Methodenkompetenzen, die ihre gesicherte Allgemeinbildung begründen. Ab Klasse 5 hat jede Schülerin und jeder Schüler die Möglichkeit, individuelle Schwerpunkte in der Schulausbildung zu setzen:

 

Die Teilnahme am Unterricht des Musikzweiges vermittelt vertiefte Kenntnisse in unterschiedlichen Bereichen der Musik, setzt das Erlernen eines Orchesterinstrumentes voraus und verpflichtet die Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme an einer Musikarbeitsgemeinschaft.

 

In den letzten Jahren wurden zusätzlich zu den Musikzweigklassen Klassen mit den Schwerpunkten Theater/Kunst und Naturwissenschaften gebildet. Bewährt sich dieses Modell, hat in Zukunft jede Klasse ein eigenes Profil. Aus den Naturwissenschaftsklassen können ab Klassenstufe sieben „Laptopklassen“ hervorgehen. So trägt die Goetheschule der gesellschaftlichen Forderung nach Stärkung der Naturwissenschaften Rechnung und eröffnet ihren Schülerinnen und Schülern eine gute Perspektive zur Vorbereitung auf technische und naturwissenschaftliche Berufe.

 

Die schulinternen Diskussionen haben gezeigt, dass auch Spielraum für diejenigen Schülerinnen und Schüler bleiben muss, die ganz bewusst kein Profil wählen und somit nur das schulische Pflichtprogramm absolvieren wollen. Dem wird durch abgestufte Zusatzverpflichtungen Rechnung getragen werden. Den höchsten Grad an Verbindlichkeiten hat nach wie vor der Musikzweig aufzuweisen: zwei Zusatzstunden Musik, Pflicht-AG in Musik und privater Zusatzunterricht. Für das Theaterprofil besteht die Verpflichtung zur Teilnahme an einer Theater-AG. In den Naturwissenschaftsklassen ist die dazugehörige AG fakultativ.

 

Grundlegende Kenntnisse der Fremdsprachen (Englisch, Latein, Französisch, Russisch) werden im Rahmen des gymnasialen Unterrichtes gelegt. Vertiefte Kenntnisse können bei der Wahl des Profils „Sprachen“ in der gymnasialen Oberstufe erworben werden.

 

Die Teilnahme an Austauschprogrammen und Studienfahrten ergänzt die Schwerpunktsetzung ebenso wie die Teilnahme an Spracharbeitsgemeinschaften oder der Erwerb von Sprachdiplomen.

 

Die Bereiche „Naturwissenschaften“, „Theater-Kunst“ und „technische Informatik“ können in der Sekundarstufe 1 (in den Klassen 6 – 9) im Rahmen der Wahlpflichtkurse vertiefend betrieben werden. Arbeitsgemeinschaften und Projekte ergänzen hier die Schwerpunktbildung. Theater-Arbeitsgemeinschaften in allen Schulstufen, auch fremdsprachlich, schaffen Selbstsicherheit im Darstellen vor Publikum und ermöglichen Reflexionen über die Wirkung der eigenen Person und Rolle in Beziehungen und in Gruppen.

 

In der gymnasialen Oberstufe wählen die Schülerinnen und Schüler zwischen den Profilen „Sprachen“, „Naturwissenschaften“, Gesellschaftswissenschaften“, „Musik“ oder „Kunst“ und entscheiden sich damit für einen speziellen Schwerpunkt auch in der Abiturprüfung.

 

Sportliche Aktivitäten können vertieft in den angebotenen Sport-Arbeitsgemeinschaften betrieben werden, zum Teil in Zusammenarbeit mit schulnahen Sportvereinen.

 

Für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen bietet die Goetheschule ein individuelles Förder- und Begleitprogramm von Klasse 5 bis 9 an. Im Rahmen dieses Programms werden nicht nur vorhandene Begabungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler unterstützt, sondern auch die übrigen Bereiche der Schülerpersönlichkeit zur Bildung einer selbstständigen und selbstbewussten sowie leistungsfähigen und leistungsbereiten Persönlichkeit gefördert. Die Arbeit wird in einem Portfolio dokumentiert.

 

 

6. Schüleransichten

Die Schülerinnen und Schüler wünschen einen modernen und motivierenden Unterricht, der alle mit Interesse teilhaben und mitarbeiten lässt. Geduld, Gelassenheit und Verständnis im Umgang miteinander prägen den Alltag an unserer Schule.

 

Zahlreiche Bildungsangebote der Goetheschule wecken Interesse und Tatendrang und begünstigen ein Wir-Gefühl.

 

Der Diskussions- und Kommunikationsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler begegnen alle ergebnisoffen und einsichtig. Zeit zu Gesprächen mit Lehrkräften gibt es bei Bedarf auch außerhalb des Unterrichts.

 

Gegenseitiger Respekt, Zuvorkommenheit und Interesse an den Mitschülerinnen und Mitschülern sorgen für eine angenehme und angstfreie Lernatmosphäre. Gemeinsam erkunden wir die Welt, denn … „Wer nicht neugierig ist, erfährt nichts.“

 

 

7. Die Schule in ihrem regionalen Umfeld

Die Goetheschule versteht sich vorrangig als Gymnasium für die Schülerinnen und Schüler des Stadtbezirkes Herrenhausen-Stöcken der Landeshauptstadt Hannover und angrenzender Wohngebiete. Für die Goetheschule ist eine Verbindung zu den Kirchen im Stadtbezirk wichtig.

 

Die Schule pflegt eine gute Zusammenarbeit mit den Sportvereinen SV ODIN, MTV Herrenhausen, TB Stöcken, Hannoverscher Yacht Club und HC Hannover. Über den Schulverbund Herrenhausen-Stöcken und den Verbund zur Förderung von Hochbegabungen besteht eine enge Verbindung und gute Zusammenarbeit zu allen Schulen des Stadtbezirkes. Das direkt an die Außenstelle angrenzende Jugendzentrum ist ein guter Partner bei der Nachmittagsbetreuung. Seit mehr als zehn Jahren besteht eine Partnerschaft mit VW-Coaching Hannover zur gemeinsamen beruflichen Ausbildung.

 

 

7.1 Schulverbund

Der Schulverbund fördert, koordiniert und sichert die Zusammenarbeit mit den Schulen sowie den kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Einrichtungen im Stadtbezirk Herrenhausen-Stöcken. Folgende Schulen sind Mitglied des Schulverbundes: Grundschule Am Stöckener Bach, Grundschule Fuhsestraße, Grundschule Entenfang, Grundschule Marienwerder, Grundschule Vinnhorst, Grundschule Wendlandstraße, Hauptschule Anne-Frank, Realschule Emil-Berliner, IGS Stöcken, Gymnasium Goetheschule, FöS Paul-Dohrmann. FöS Wilhelm-Schade, Berufsbildende Schule 11. Sitz des Verbundes ist die Goetheschule.

 

Der Schulverbund basiert auf einem „Modellvorhaben zur Öffnung von Schule im Rahmen der Zusammenarbeit von Schulen im Stadtbezirk Herrenhausen-Stöcken der Landeshauptstadt Hannover - Schulversuch nach § 22 NSchG ", der im September 1995 vom Kultusministerium bewilligt wurde und das Ziel verfolgt, sowohl die Zusammenarbeit der verschiedenen Schulen untereinander als auch die vielfältige Zusammenarbeit dieser Schulen mit den politischen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Einrichtungen zu fördern.

 

Gemeinsam und unter gezielter Beteiligung weiterer Institutionen aus dem Stadtteil (Bezirksrat, Sportvereine, Betriebe, Freizeitheim Stöcken, Jugendzentrum, Polizei etc. ) realisiert der Schulverbund unterschiedlichste Projekte.

 

Ein Höhepunkt der gemeinsamen Bemühungen ist ein Großaktionstag aller Beteiligten unter thematischen Schwerpunkten. Diese Aktionstage erreichen immer eine große Beteiligung in der Regel mehrere tausend Menschen.

 

 

8. Pädagogische Konzepte

Die Goetheschule verfügt bislang über ein im Anhang abgedrucktes Methodenkonzept aus dem Jahr 2007, das entsprechend der nachfolgenden Darstellung zurzeit überarbeitet und an speziellen Methodentagen eingeführt wird.

 

 

8.1 Methoden des Lernens und Lehrens

Die Goetheschule nimmt die gegenwärtigen Herausforderungen, die an eine moderne Unterrichtsgestaltung gestellt werden, ernst. Einen besonderen Schwerpunkt setzt die Goetheschule daher auf den Aufbau eines den Bedürfnissen unserer Schule angemessenen Curriculums durch eine nachhaltige Anpassung der Unterrichtsformen an moderne didaktische Konzepte.

Demzufolge werden für die Jahrgänge 5-9 jeweils mehrere Methodentage im Umfang einer Schulwoche pro Schuljahr durchgeführt, an denen die Schülerinnen und Schüler ihre Fertigkeiten im methodischen Zugriff auf Lerninhalte und im eigenständigen Lernen ausbilden. Die Methodentage stehen für jeden Jahrgang unter einem inhaltlichen Schwerpunkt, der den jeweiligen curricularen Anforderungen angemessen ist. Um die Nachhaltigkeit des Gelernten zu gewährleisten, werden grundlegende Methoden in den einzelnen Jahrgängen unter Berücksichtigung des jeweiligen Schwerpunktes wiederholt und vertieft.

 

Curriculum Lern- und Methodenkompetenz
Jahrgang Sept. Sept. Okt./Nov. Febr./März Mai/Juni Schwerpunkt
5

Hausauf-

gaben

Arbeitsplatz-gestaltungMündliche MitarbeitReden und ZuhörenGruppen-arbeitOrganisieren
Heft- u. Mappen-führungKlassen-arbeiten

Effektiv

Lernen

Mind-

mapping

Präsen-

tieren

6

Lese-

techniken

Klassen-arbeiten

II

Mündliche Mitarbeit

II

Gruppen-

arbeit

II

Infor-

mieren

Strukturieren
Markieren und Strukturieren

Effektiv Lernen

II

Mind-

mapping

II

Präsentieren

II

Nach-

schlagen

7

Vorgesehen ist die Bearbeitung der Trainingsspiralen

Informieren II, Gruppenarbeit III, Visualisierungstechniken I und II,
Sprechen - Sehen - Hören = Verstehen, Notizen.
Ein curricularer Jahresüberblick wird zu Beginn des kommenden Schuljahres erstellt.

Präsentieren
8Da zu den Trainingsspiralen dieser Jahrgangsstufe noch keine Erfahrungen vorliegen, kann ein curricularer Jahresüberblick erst Ende des kommenden Schuljahres erstellt werden.

Argumen-

tieren

9Da zu den Trainingsspiralen dieser Jahrgangsstufe noch keine Erfahrungen vorliegen, kann ein curricularer Jahresüberblick erst Ende des kommenden Schuljahres erstellt werden.Kooperieren

 

 

 

8.2 Hausaufgaben

Hausaufgaben ergänzen den Unterricht und unterstützen den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler. Je nach Unterrichtsanlage werden Hausaufgaben auf Übung, Anwendung und Sicherung erworbener Kenntnisse und Fertigkeiten ausgerichtet. Sie dienen vor allem der selbstständigen und eigenständigen Auseinandersetzung mit Unterrichtsgegenständen und frei gewählten Themen und bieten in unteren Jahrgängen Eltern Einblicke in das Unterrichtsgeschehen.

Lehrkräfte würdigen die bei den Hausaufgaben gezeigten Schülerleistungen und fördern auf diese Weise die Motivation der Schülerinnen und Schüler. Hausaufgaben werden nicht mit Noten bewertet.

 

Bei den Hausaufgaben werden Alter und Belastbarkeit der Schülerinnen und Schüler sowie die Teilnahme am Nachmittagsunterricht berücksichtigt. In den Jahrgängen 5 – 9 sind ein bis zwei Zeitstunden, in der gymnasialen Oberstufe 2 bis 3 Stunden angemessen. Absprachen der Lehrkräfte untereinander und mit Eltern sowie die differenzierte Aufgabenstellung sollen den unterschiedlichen Leistungsmöglichkeiten gerecht werden. Für die Koordinierung sind die Klassenlehrer zuständig. Bei Ganztagsunterricht werden die Hausaufgaben der dafür vorgesehenen Schulzeit angepasst.

 

Bei Nachmittagunterricht ist auf die besondere Belastung der Schülerinnen und Schüler Rücksicht zu nehmen. Hausaufgabenstellungen über Ferienzeiten sind mit Ausnahme der Aufgabe einer Lektüre für den Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht nicht zulässig.

 

 

8.3 Vertretungsstunden

Vertretungsstunden werden nach Möglichkeit durch eine Lehrkraft des jeweiligen Klassenteams erteilt, die in den Vertretungsstunden ihren Fachunterricht fortsetzt. In anderen Fällen arbeitet die Klasse in den Vertretungsstunden an Wochenaufgaben, die im Klassenbuch ausgewiesen sind. Die organisatorische Ausgestaltung der sogenannten „Wochenplanstunden“ erfolgt durch die Klassenlehrerteams in Absprache mit den Fachlehrern der jeweiligen Klasse

 

 

8.4 Gewaltprävention und Sicherheitskonzept

Gewalt begegnet uns in unserer Gesellschaft auf vielfältige Art und Weise. Die Goetheschule nimmt sich nicht als eine Schule wahr, die mit Gewalt in besonderem Maße konfrontiert ist. Die Schule übernimmt bewusst Verantwortung für die ihr anvertrauten Schülerinnen und Schüler während des Schulbesuchs sowie für alle an der Schule Tätigen. Diese Verantwortung umfasst die Gewährleistung größtmöglicher Sicherheit, die Abwehr von Gewalt und auch den Schutz der Täter vor Rückfall in gewalttätiges oder aggressives Verhalten, Stigmatisierung und Demütigung.

 

Gewaltprävention an unserer Schule ist eine allgemeine Erziehungsaufgabe. Konflikte bieten die Chance, das Zusammenleben neu zu gestalten, andere Menschen besser kennen zu lernen, die eigenen Grenzen zu spüren und zu erweitern.

 

Neben der Vermittlung von Fach- und Methodenwissen sollen Selbstmanagement, Teamfähigkeit und der gewaltfreie Umgang mit Stress und Konflikten einen dauerhaften Eingang in die Unterrichts-, Erziehungs- und Beziehungsarbeit finden. Durch viele gemeinsame Aktivitäten, Unternehmungen und Fahrten werden Sozialkompetenzen gestützt, wobei die abenteuerpädagogischen Klassenfahrten im 8. Jahrgang gezielt den Zusammenhalt der Schüler fördern sollen.

 

Regeln und Grenzen an der Goetheschule sind transparent vereinbart und werden konsequent umgesetzt und überwacht, um den Schülern eine Hilfe zur Orientierung ihres Verhaltens zu geben. Über den Schulverbund hat sich die Goetheschule darüber hinaus dem im Stadtteil einheitlich vereinbarten Verhaltenskodex „7 für alle“ 1. Ich lehne gesprochene und körperliche Gewalt ab.
2. Ich schreite bei Konflikten frühzeitig ein.
3. Ich biete Hilfestellung zur friedlichen Konfliktlösung.
4. Ich respektiere mich und andere.
5. Ich trage Mitverantwortung für die Gemeinschaft.
6. Ich bin ein Vorbild.
7. Ich gebe die Regeln weiter.
verpflichtet und unterstützt aktiv dessen Umsetzung.

 

Regelverletzungen und Gewaltvorfälle an unserer Schule erfahren unabhängig von der jeweils einzuleitenden Maßnahme eine eingehende pädagogische Behandlung. Gegebenenfalls anzuwendende Erziehungsmittel und Ordnungsmaßnahmen werden so gewählt, dass sie sich als logische und soziale Folgen aus dem Fehlverhalten ergeben. Eine Wiedergutmachung für den Geschädigten ist dabei anzustreben. Die Schule pflegt eine Zusammenarbeit mit den Eltern, Jugendeinrichtungen, der Jugendhilfe, Beratungsträgern, Verwaltungsbehörden und der Polizei.

Für von Gewalt betroffene Schüler stehen Konfliktlotsen als Ansprechpartner zur Verfügung. Themen der Gewaltprävention sind zudem regelmäßig Gegenstand von Dienstbesprechungen, Gesamtkonferenzen und Sitzungen des Schulvorstandes.

 

Bestandteile des aktuellen Sicherheitskonzeptes sind:

  • - enge Zusammenarbeit mit der Kontaktbeamtin der Polizei vor Ort. Sie ist seit Beginn des Schuljahres an zwei Tagen in der Woche in der Schule, um Schülerinnen und Schülern als Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen.
  • - Beratung durch Experten der Polizei auf einer Dienstbesprechung im vergangenen Schulhalbjahr
  • - Halbjährliche Information der Schülerinnen und Schüler zu Sicherheitsfragen durch die Klassenlehrer und durch den Schulleiter auf Jahrgangsversammlungen
  • - Notfalltelefonnummern, Fluchtpläne und Alarmordnung hängen in allen Unterrichtsräumen
  • - Ausgebildete Konfliktlotsen und Schulsanitäter stehen zur Verfügung und werden von Lehrkräften betreut
  • - Aufstellung von Klassenregeln zum gemeinsamen Umgang und zur Regelung von Konfliktfällen
  • - Pädagogisch ausgerichtete Klassenfahrten in Jahrgang 8 zur Stärkung des Gemeinsinns bei gemeinsamen Grenzerfahrungen
  • - 16–Punkte-Plan zum abgestuften Vorgehen bei Fehlverhalten und Aggression gegen Personen und Sachen
  • - Regelmäßige Besprechung von Sicherheitsfragen im Ausschuss für Arbeitssicherheit
  • - Abgestufte Alarmordnung (Feuer, Bombendrohung, Amok) und regelmäßige Alarmübungen

 

 

9. Schulcharta


  • 1. Geltungsbereich
    Diese Schulcharta gilt für die Schulgebäude und Schulanlagen am Franziusweg und An Mussmanns Haube sowie die angrenzenden Fußwege und Grünanlagen.

  • 2. Verhaltensregeln
    Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sind zu gemeinsamem Lernen, gegenseitigem Respekt, Pünktlichkeit, Ordnung und einem für die Gestaltung von Schule angemessenen Verhalten verpflichtet.

  • 3. Aufenthaltsbereiche
    Schülerinnen und Schüler halten sich während ihrer Schulzeit auf dem Schulgelände auf. Eine Ausnahme gilt für Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe für Freistunden. In Pausen ist der normale Aufenthaltsort der Pausenhof.

  • 4. Ordnung und Sauberkeit
    Gebäude und Einrichtungen der Schule sind pfleglich zu behandeln und sauber zu halten. Die Klassen 5 – 11 übernehmen im Wechsel Ordnungsdienste.

  • 5. Verbote
    In der Schule und auf dem Schulgelände sind das Kauen von Kaugummi, der Betrieb von Handys, das Mitführen nicht wasserlöslicher Faserstifte und Laserpointer, das Werfen von Schneebällen, in Gängen und Unterrichtsräumen das Ballspielen und in Unterrichtsräumen das Tragen von Mützen verboten.

  • 6. Sonstiges
    Die Klassen geben sich innerhalb des vorgegebenen Rahmens eigene Ordnungen. Gesetze, Vorschriften, spezielle Nutzungsregelungen und Klassenordnungen sind zu beachten.

 

 

10. Besondere Angebote

10.1 Förderung Besonderer Begabungen

Ab der 5. Klasse bietet die Goetheschule Schülerinnen und Schülern mit ausgeprägten hohen Begabungen individuelle Förderangebote an. In bestimmten Stunden verlassen die Schülerinnen und Schüler den Klassenunterricht und arbeiten mit einer Lehrkraft an einem begabtengerechten Thema. Kreativität und „Forschergeist“ der Schülerinnen und Schüler sind besonders gefragt.
Ab Klasse 7 können die Schülerinnen und Schüler die Arbeitsweise, die Lehrerbetreuung und die Themen nach individuellen Interessen frei wählen. Wünschenswert ist eine Präsentation der Arbeitsergebnisse vor der Schulöffentlichkeit. Es werden Schülerinnen und Schüler mit einer hohen Allgemeinbegabung bzw. mit einer hohen Teilbegabung gefördert.

 

Jeder Teilnehmer am Programm wählt ein Jahresprojekt, das er in einem gesetzten Zeitrahmen verwirklicht. Zusätzlich nehmen alle geförderten Schülerinnen und Schüler an vier bis sechs Wochenend-Workshops teil, von denen die Hälfte an einem auswärtigen Standort organisiert wird. Diese Workshops eröffnen den begabten Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten, in einer von den Ablenkungen und Störungen des schulischen Alltags freien Arbeitsatmosphäre Präsentationen zu bestimmten Schwerpunkten vorzubereiten. Für den fünften Jahrgang werden zwei Workshops angeboten.
Alle innerhalb eines Jahres erarbeiteten Projekte werden an besonderen „Begabtentagen“ der Schulöffentlichkeit vorgestellt.

 

Für hochbegabte Schüler mit einem schlechten Zensurenbild (Underachiever ) gibt es ein besonderes Förderkonzept (Coaching ). In Einzelstunden wird den Lern- und Arbeitsschwächen solcher Schülerinnen und Schüler individuell begegnet.

 

 

10.2 Förderung und Unterstützung für Leistungsschwächere

Kontinuierliche Anstrengung ist die Voraussetzung für Lernerfolg. Dies ist vor allem für Schüler mit Teilleistungsschwächen ein Problem (z.B. Rechtschreibung, zweite Fremdsprache, Mathematik u.a. ). Um Misserfolge und Demotivierung zu vermeiden und Leistungsschwächen zu beheben, unterstützt die Goetheschule Schülerinnen und Schüler fachspezifisch in Kleingruppen.
Das Tutorensystem „Schüler helfen Schülern“ soll gezielt helfen, die Schwächen in Deutsch, Fremdsprachen und Mathematik bei Schülerinnen und Schülern der unteren Jahrgängen zu beheben.

 

 

10.3 Musikzweig

Der Musikzweig, der von Klasse 5 bis Klasse 9 geht, richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler, die eine besondere Affinität zur Musik haben. Er ist per se kein Instrument der Förderung besonders begabter Schüler, da er sich auch an Schüler wendet, die sich in Klasse 5 ohne instrumentale Vorbildung anmelden, auf der anderen Seite sind Förderungsmöglichkeiten für musisch begabte Schüler durch unsere Zusammenarbeit mit dem IFF der Hochschule für Musik und Theater möglich.
Der Musikzweigunterricht erlaubt den Schülerinnen und Schülern einen mehrdimensionalen Zugang zur Musik, der bei den Schülern zu einem tieferen Verständnis des Musikstücks führt. Neben den kognitiven und subjektiven Zugängen spielt der handlungsorientierte, musikpraktische Ansatz eine wichtige Rolle im Musikzweigunterricht. Daher müssen alle Schülerinnen und Schüler einer Musikklasse ein Musikinstrument spielen oder bereit sein, dies nach einer Orientierungszeit zu erlernen. Dieser Instrumentalunterricht erfolgt durch Lehrer der Musikschule, die schon in der Findungsphase, im Instrumentenkarussell, die Schüler angeleitet haben, oder durch einen privaten Instrumentallehrer. Die Verknüpfung von Theorie und Praxis erfolgt vor allem im Klassenorchester, in das sich jeder Schüler mit seinem Instrument einbringt.
Neben dem in Klasse 5 dreistündig erteilten Musikunterricht (ab Klasse 6 vierstündig) muss jeder Schüler eine Arbeitsgemeinschaft belegen. Diese Arbeitsgemeinschaften tragen ihre erarbeiteten Programme in verschiedenen Konzertformationen innerhalb und außerhalb der Schule vor. Klassenmusikabende ergänzen die Konzeption des Musikzweigs und intensivieren Schüler-Lehrer- und Elternkontakte.

 

 

10.4 Arbeitsgemeinschaften

Arbeitsgemeinschaften unterstützen die Unterrichtsarbeit, bieten Gelegenheiten zu interessenbezogenem Handeln und stärken die Gemeinschaft. Die Goetheschule bietet regelmäßig die folgenden Arbeitsgemeinschaften an:

  • Musik
    • Vororchester, Orchester
    • Bläsergruppe, Bigband
    • Chor 5 – 7, Chor 8 – 13, Kammerchor
    • Afrikanisches Trommeln
  • Theater
    • Theater 5 – 7,
    • Theater 8 – 10, Theater 11 - 13
    • English Drama Group
  • Sport
    • Hockey, Fußball, Rugby, Segeln, Tanz, Zirkus, Einradhockey
  • Sonstige
    • Austauschprogramme mit Amerika, Australien, China, England
    • Chemie, Energiesparen, Mathematik, Roboter
    • Deutsch-Polnisches Forum, Chinesisch, Griechisch, Türkisch
    • Fremdsprachenwettbewerb, Sprachdiplom DELF
    • Garten, Tierpflege
    • Juniorfirma
    • Kunst
    • Konfliktlotsen
    • Radio, Schreibwerkstatt
    • Schach 5 – 7, Schach 8 – 13
    • Schülerzeitung

 

 

10.5 Austauschprogramme

„Jede Begegnung hinterlässt ihre Spuren.“. Dieses Zitat von Johann Wolfgang von Goethe ist der Leitgedanke für die Austauschvorhaben und Auslandskontakte der Schule. Die Schülerinnen und Schüler sollen durch Begegnung mit anderen Kulturen und Lebensformen einen breiten Erfahrungshintergrund für die Anforderungen einer global orientierten Berufs-, Arbeits- und Lebenswelt erhalten. Für diese Ziele bietet die Schule folgende Programme:

  • - Schüleraustausch mit der Cotham School in Bristol (England) für die Jahrgänge 7 und 8
  • - Schüleraustausch mit der Southside High School in Ft. Smith, Arkansas (USA) für die Jahrgänge 9 und 10
  • - Kulturaustausch mit der Wu Ai High School in Shanghai (China) für die Jahrgänge 10 und 11
  • - Einzelaustausch mit der Glenunga International High School in Adelaide (Südaustralien)
  • - Schulkontakte nach Frankreich
  • - Individueller Schüleraustausch für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 (Heinrich-Heine-Programm oder Brigitte-Sauzay-Programm) mit dem Lycée Jeanne d´Albret in St. Germain en Laye bei Paris
  • - Comeniusprojekte mit Schulen in Tschechien, Polen, Dänemark und Lettland

 

 

10.6 Ganztagsbetrieb

Seit dem Schuljahr 2008/2009 ist die Goetheschule Offene Ganztagsschule. Das heißt, dass an drei Tagen in der Woche, montags, dienstags und donnerstags, bis 16.00 Uhr außerunterrichtliche Veranstaltungen, Fördermaßnahmen, Hausaufgabenzeiten und Betreuungsangebote stattfinden. Das Angebot wächst seitdem von der 5. Klasse an hoch.

 

Wer kann am Ganztagsbetrieb teilnehmen?

 

Das Angebot ist freiwillig. Eltern melden ihre Kinder verbindlich für die Dauer eines halben Jahres zur Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften, Betreuungsangeboten, Hausaufgabenzeiten und Fördermaßnahmen an. In der Regel finden diese Veranstaltungen im Gebäude am Herrenhäuser Markt statt.

 

Was bietet der Ganztagsbetrieb?

 

Der Kern der Ganztagsbetreuung ist die Arbeit in festen, an die Klassen gebundenen Hausaufgabengruppen, die in der Regel von einem Lehrer betreut werden. Dies vertieft einerseits die Formen selbständigen Lernens aus dem Fachunterricht, andererseits bietet es gerade jüngeren Schülerinnen und Schülern eine Unterstützung beim eigenständigen Arbeiten. Dies schließt auch Übungsphasen, Vokabellernen, Förderung jüngerer durch ältere Schüler sowie Hilfestellungen bei der Arbeitsorganisation mit ein.
Darüber hinaus stehen die Arbeitsgemeinschaften als Unterricht in anderer Form zur Verfügung, die das gymnasiale Bildungsangebot ergänzen. Das umfangreiche Angebot der letzten Jahre zielt bereits in diese Richtung. So gehören musische (neben dem Musikzweig Theater, Kunst), naturwissenschaftliche (Garten, Imkerei, Astronomie, Solarenergie, Elektronik, technische Informatik, Tierhaltung, Tontechnik…), sprachliche (Fremdsprachen, Austausch, Radio, Schülerzeitung…) und sportliche Angebote (Hockey, Kanu, Rugby, Zirkus, Fußball, Jazz-Dance, Segeln…) traditionell zum Schulleben.

 

 

Wo bleibt die Freizeit?

 

Der Ganztagsbetrieb hat kein starres Stundenraster, sondern beginnt nach Ende des Pflichtunterrichts mit einer ausgedehnten Pause. Im Anschluss an die Hausaufgaben arbeitet die Schule am Ausbau eines umfangreichen Freizeitangebots, bei dem die Schülerinnen und Schüler sich individuell oder in Gruppen mit Indoor- und Outdooraktivitäten sinnvoll beschäftigen, sei es z.B. in Form von sportlicher Betätigung, Gesellschaftsspielen, Lesen oder Tätigkeiten am PC. Den Schülerinnen und Schülern steht dabei praktisch das gesamte Schulgebäude und Schulgelände zur Verfügung, vom Informatikraum bis zur Gemeinschaftsküche, von der Turnhalle bis zum Werkraum, von den Basketballkörben bis zu den Tischtennisplatten, von der Bibliothek bis zum Spieleraum.

 

Schulprogramm herunterladen (als PDF)


zu den Schulprogrammbeiträgen der einzelnen Fächer